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Advent und Weihnachten in Bayerisch-Schwaben

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Krippen, Kunsthandwerk und lebendige Adventskalender

Jeder Ort in Bayerisch Schwaben seine eigenen Traditionen und Brauchtümer. So ist der Christkindlesmarkt in Augsburg seit mehr als drei Jahrzehnten für das „Engelesspiel“ bekannt: 23 Engel erscheinen in den Fenstern des Renaissance-Rathauses und musizieren auf himmlischen Instrumenten. Der Rathaus-Platz selbst verzaubert in der Vorweihnachtszeit als einer der schönsten Weihnachtmärkte in Deutschland. Den besten Blick auf dieses Meer aus Lichtern, die acht Meter hohe Weihnachtspyramide und den großen Christbaum haben Besucher vom Perlachturm aus. Und wer noch wichtige Post loswerden will: Das Himmlische Postamt nimmt Briefe für das Christkind entgegen.

In anderen Orten wird das Rathaus zur Weihnachtsmarktzeit zu einem überdimensionalen Adventskalender - so zum Beispiel in Aichach: Vom 1. Dezember an öffnet der Nikolaus mit seinen Engeln jeden Tag um 17.30 Uhr ein kunstvoll gestaltetes Fenster. Nicht minder beeindruckend ist der Friedberger Advent mit der „Nacht der Sterne“ am 5. Dezember – eine lange Kunstnacht mit großem Feuerwerk beim historischen Rathaus.

Besonders schön für Kinder ist das Gersthofer Winterglühen: Märchenzelt, Weihnachtsbasteln, Kinderkarussell und die lebende Krippe machen den Weihnachtsmarkt im Landkreis Augsburg zu einer abwechslungsreichen Veranstaltung für Kinder. Erwachsene können sich auf das täglich wechselnde Bühnenprogramm mit Live-Acts freuen.

Viele der Schlösser, Burgen und Gutshöfe in der bairisch-schwäbischen Region verwandeln sich in der Adventszeit zu malerischen Kleinoden, in denen man einen Einblick in das Leben vergangener Zeiten bekommt. Oft im Fackelschein zeigen traditionelle Handwerker ihr Können, die Atmosphäre ist dabei meist so rustikal wie die Umgebung. Überall können die Besucher sicher sein, dass sie ausgefallene Weihnachtsgeschenke und erstklassige kulinarische Angebote bekommen.

Teils finden die Märkte an allen vier Adventswochenenden statt, so wie auf Gut Mergenthau, wo man auch seinen Christbaum aussuchen kann. Ebenfalls an allen vier Wochenenden: die Bäuerliche Weihnacht auf dem Hofgut Bäldleschwaige sowie der märchenhafte Markt auf Schloss Neuburg an der Kammel. Dagegen öffnet der Engerlmarkt im Kloster Thierhaupten nur am 1. und 2. Adventswochenende seine Pforten. Beim Weihnachtsmarkt im Affinger Schlosshof – einst zum schönsten Weihnachtsmarkt Bayerns gekürt – verkaufen die Handwerker am 2. und 3. Adventswochenende ihre Produkte.

Bayerisch-schwäbische Krippenkunst

Ein besonders großes Thema in vielen Orten sind die "Krippen". So wird etwa die Familien- und Kinderregion Günzburg das „Schwäbische Krippenparadies“ genannt. Denn in diesem Teil Bayerisch-Schwabens sind besondere Krippenformen entstanden, die es sonst nirgendwo gibt. Dazu gehört die Simultankrippe, die mehrere Szenen aus dem Leben Jesu Christi parallel darstellt. Nicht nur in Kirchen sind besondere Exemplare ausgestellt, auch viele Privatleute zeigen prachtvollen Krippen, die oft seit Generationen im Familienbesitz sind. Die Krippenausstellung im Kloster Roggenburg wird erst eröffnet, wenn das neue Jahr bereits begonnen hat – dazu gibt es ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm.

Einen eigenen Krippenweg bietet hingegen der Weihnachtsmarkt in der zauberhaften Altstadt von Nördlingen, der die gesamte Adventszeit hindurch geöffnet hat. Und  auch in Wertingen können Krippenfreunde an 31 Stationen eines Krippenwegs verschiedenste Raritäten bestaunen: alpenländische, orientalische oder lebensgroße Krippen, Wurzel- oder Schneekrippen. Beim Gundelfinger Weihnachtsmarkt ist neben der größten Adventslaterne der Region in diesem Jahr eine märchenhafte Porzellanpuppenausstellung zu sehen.

Der Tourismusverband Allgäu/Bayerisch-Schwaben hat eine Übersicht zu den meisten Christkindelmärkten und Advent-Highlights zusammengestellt – ab sofort zu finden unter www.bayerisch-schwaben.de/weihnachtsmaerkte

Quelle: TVABS

Aktualisiert (Montag, den 12. Oktober 2015 um 16:58 Uhr)